Testverfahren, Training & Förderung

Maßnahmen, die getroffen werden müssen:

Treten Probleme beim Schriftspracherwerb auf, müssen zunächst alle Ursachen abgeklärt werden. Steht als Diagnose Legasthenie oder LRS fest, sollte unbedingt fachliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Anders als bei einer Lese-Rechtschreibschwäche kann Legasthenie niemals vollständig "geheilt", aber gemildert werden und begleitet betroffene Menschen ein Leben lang. Bei Kindern und Jugendlichen kann durch gezieltes Training in den meisten Fällen eine „normale“ Schullaufbahn ermöglicht werden.

Pädagogisches Testverfahren:

Für eine genaue Abklärung ist ein pädagogisches Testverfahren notwendig. Dieses Testverfahren beinhaltet:

  • ausführliches Anamnesegespräch
  • AFS-Computertestverfahren bei Kindern und Jugendlichen bis 14 Jahren
  • Leseüberprüfung
  • Rechtschreibüberprüfung

In manchen Fällen kann zusätzlich eine medizinische und/oder psychologische Abklärung notwendig sein.

Begleitende Unterstützung

In einer Trainingseinheit wird das Augenmerk nicht nur auf die Verbesserung der Fähigkeiten und Fertigkeiten beim Erlernen des Lesens und Schreibens gelegt, sondern es geht vielfach auch darum, Betroffenen die Freude am Schreiben und Lesen zu vermitteln bzw. diese zu erhalten. Dies gelingt meist durch viel Lob und Anerkennung - selbst beim kleinsten Fortschritt. Dadurch wird das Selbstvertrauen gestärkt und das Selbstwertgefühl aufgebaut.

Ein erfolgreiches Training beinhaltet zudem eine enge Zusammenarbeit zwischen TrainerInnen, Eltern, LehrerInnen und sonstigen Institutionen, mit denen das betroffene Kind in Kontakt ist.

 

 

 

Testverfahren, Training & Förderung